Delphinmord - Warum diese Grausamkeit?

Große Tümmler sind sehr neugierig und nähern sich Menschen und Booten oft ohne Scheu. Ihre Freundlichkeit wird ihnen entlang der kroatischen Küste immer wieder zum Verhängnis: Mehrfach wurden erschossene Delfine aufgefunden, davon in den letzten 5 Jahren allein drei in Istrien, die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein.

Wale, Delfine und Robben sind in Kroatien streng geschützt. Die Polizei hat in dem aktuellen Fall eine Untersuchung gegen Unbekannt eingeleitet. "Bei einem derart kleinen Bestand wie den Adria-Delfinen wiegt jedes einzelne tote Tier schwer und bedeutet einen herben Verlust für das Überleben der Population", sagt Ulrike Kirsch. "Wir hoffen sehr, dass der oder die Schuldigen bald gefunden und entsprechend hart bestraft werden". Straftaten gegen streng geschützte Tiere werden in Kroatien mit Bußgeldern bis zu umgerechnet etwa 5000 Euro geahndet.

 

Das Projekt "Rettung der letzten Adria-Delfine":
Mit ihrem Schutzprojekt zur "Rettung der letzten Adria-Delfine" will die GRD gemeinsam mit ihren Partnern von der Universität Zagreb die nur noch etwa 220 Große Tümmler (Tursiops truncatus) zählende Population vor dem Aussterben bewahren.

Es sind die letzten Meeressäuger, die das ganze Jahr über in kroatischen Küstengewässern leben, nachdem die Mönchsrobbe (Monachus monachus) und der Gemeine Delfin (Delphinus delphis) in der Adria ausgestorben sind. Schon eine geringfügige Störung im ökologischen Gleichgewicht könnte für die kleine Population das Aus bedeuten. Obwohl die Meeressäuger seit 1995 gesetzlich geschützt sind, sterben noch immer 50% durch menschliche Einflüsse, wie Beifangtod in Fischernetzen, Überfischung, direkte Jagd und rücksichtsloser Wassermotorsport.

 

Statement Weltenlehrer-Pressestelle:

 

Neid und Gier, Mißgunst haben den Charakter dieses Menschen schon lange geprägt. Sein Leben glaubt er hängt davon ab, wieviel Fische er fangen kann, um die Beute zu verkaufen. Schon lange hat er danach getrachtet, einen dieser ihm verhassten geschützten Delphine zu ermorden. Seiner Meinung nach sind sie überflüssig und lästig, weil sie nicht gejagd werden dürfen und weil sie ihm angeblich einen großen Teil seiner Beute wegfressen würden. Er hat nur auf die Gelegenheit gewartet und hat an ihm seinen ganzen Frust ausgelassen. Er wusste, dass das Tier sich nicht wehren könnte und es hat ihm Spaß gemacht, dieses wehrlose friedliche Wesen zu erlegen. Dieser Mensch wird auch keine Skrupel haben, wenn es ihm danach gelüstet, weitere Wehrlose, leicht Erlegbare umzubringen, seien es Tiere oder auch Menschen, die ihm im Weg sind.