Psychiatrische Zwangsbehandlung in Deutschland möglich?

Hallo, da habe ich doch ein weiteres Puzzle-Stück gefunden. Fällt euch auch was auf? 

Der Bundestag verabschiedet ein Gesetz und hier kommen die dafür notwendigen Diagnosen! Wenn das mal nicht stark nach NWO riecht! Sollten wir alle darüber nachdenken. Gruß, eure Renate

 

 

Focus-Online  Artikel nachstehend

 

Streit um Krankheiten der Seele  Sind wir bald alle psychisch gestört?

Mittwoch, 09.01.2013, 17:21

     
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Autismus, Depression, posttraumatische Belastungsstörung, seelische Störung, Sucht
Colourbox Lethargisch oder schon depressiv? Kritikern zufolge weichen die neuen Diagnosekriterien die Grenzen zu sehr auf
Sucht, Autismus, Depression: Ein neuer US-Katalog für Diagnosekriterien für seelische Störungen entzweit die Fachwelt. Kritiker befürchten, damit würden Gesunde vorschnell zu Kranken abgestempelt. Die Neuregelung könnte sich auch auf Menschen in Deutschland auswirken.
Das Handbuch ist noch nicht gedruckt, doch der Streit darum schwelt schon seit Jahren. Im Frühjahr soll die neue Version des US-Katalogs zur Definition psychischer Störungen erscheinen: das sogenannte DSM-5 (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders). Mehr als ein Jahrzehnt haben hunderte Experten um die Klassifikationen gerungen.

Manche Erkrankung taucht neu auf, für viele andere Probleme gelten andere Diagnosekriterien – etwa für Sucht, Autismus oder posttraumatische Belastungsstörung. Nun klagen Kritiker, einige Diagnosen seien aufgeweicht worden – ohne ausreichende wissenschaftliche Gründe. Sie fürchten, das neue Regelwerk mache viele gesunde Menschen zu Patienten. Die Folgen davon könnten auch Deutschland betreffen. „Das DSM ist weltweit ein Standardwerk, Forschung und Behandlung richten sich danach“, sagt der Professor für Psychologie von der Universität Marburg, Winfried Rief, der teilweise in das DSM-5 involviert war. „Es spielt auch eine Rolle bei Rechtsprechungen oder in Versicherungsfällen.“

Streit nimmt an Fahrt auf

Deutsche Ärzte richten sich zwar nach dem Diagnoseschlüssel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem ICD-10. Doch auch der wird gerade überarbeitet. „Im ICD-11 der WHO muss nicht alles übernommen werden, aber die Marken sind gesetzt“, sagt Rief. Der Psychologieprofessor Hans-Ulrich Wittchen von der Technischen Universität Dresden bezeichnet das DSM „als Mutterbuch für die wissenschaftliche Gemeinschaft mit hoher Wertigkeit für die Klinik“. Wittchen war an einer DSM-5-Arbeitsgruppe etwa zu Zwangsstörungen beteiligt.

Das von der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung (APA) herausgegebene DSM erschien erstmals im Jahr 1952. Zum DSM-5 trugen laut APA rund 1500 Experten aus 39 Ländern bei. Anfang Dezember verkündete das Kuratorium, das Buch könne endlich in Druck gehen. Seither hat der Streit darüber noch an Fahrt aufgenommen.

Starker Anstieg psychiatrischer Diagnosen befürchtet

Einer der lautesten Kritiker ist der emeritierte US-Psychiater Allen Frances, der die Ausarbeitung des Vorgängers DSM-4 leitete. In den vergangenen 20 Jahren sei es zu „Modeerscheinungen“ in der US-Psychiatrie gekommen, mit einem drastischen Anstieg diagnostizierter Krankheiten, so Frances. Drei davon betreffen vor allem Kinder und Jugendliche: Autistische Störungen, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS) und bipolare Störungen, also der Wechsel von depressiven und manischen Phasen. Das DSM-5 werde eine „Hyperinflation“ psychischer Erkrankungen auslösen, fürchtet Frances.
In einem Blog schreibt er: „Schmerzhafte Erfahrungen mit den Vorläufer-DSMs lehren: Wenn nur irgendetwas im diagnostischen System missbraucht und in eine Modeerscheinung verwandelt werden kann, wird es dazu kommen.“ Sogar ein Buch hat er darüber geschrieben, im Frühjahr soll es in den USA und auch bei uns erscheinen („Saving normal“, „Normal: Gegen die Inflation psychiatrischer Diagnosen“).
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