Felinchen - das Reich der Seele

Die wahre Geschichte von Felinchen, irdischer Name Felicitas.
Noch ist Felinchen eine verspielte Seele, die grossen Spass am Verwandeln hat. In diesem Augenblick ist sie noch in einer lustigen Pilzform zu sehen, doch im nächsten Moment hat sie sich auf wundersame Weise in einem runden Ball verwandelt. Sie wechselt ihre Form so schnell, daß wir mit bloßem Auge nicht vermögen würden, diese schnelle Transformation nachvollziehen zu können und wir hätten arge Schwierigkeiten, diese Wandlung erklären zu können. Doch hier in der Welt der Seelen ist das alles möglich. Auch kann so eine Seele ein Tropfen eines Wasserfalls sein, der aus vielen Seelen gebildet wird, um miteinander Spaß zu haben. Überhaupt das Miteinander spielt hier eine große Rolle. Alle unterstützen sich gegenseitig, denn es geht hier um die gemeinsam erlebte Freude. Da ist keine einzige Seele darunter, die nur für sich allein  Spaß haben will, geschweige einer anderen Schaden zuzufügen. Das ist in dieser Welt schlichtweg einfach nicht möglich.  
Ach, am liebsten würde sie hier bleiben - so eilig hat sie es gar nicht mit dem Wiederverkörpern auf der Erde. Ja, sie hat sich für die Erde entschieden, das weiß sie bereits, denn beim letzten Mal, hatte sie bereits auf der Erde gelebt, doch ihr Abgang hat ihr nicht viel Spaß gemacht. Sie ist gerade mal 17 Erdenjahre jung gewesen, als es jäh vorbei war. Sie sagt von sich: „Dumm gelaufen, wäre ich nicht in dieses Auto zu meinem Freund gestiegen, hätte ich vielleicht ein längeres Leben dort gehabt.“

Doch worum ging es denn da wirklich? Ja, sie erinnert sich:

Mum, ach ja, so habe ich meine Mutter genannt, die immer so besorgt war! „Ziehe dich warm an, du erkältest dich sonst oder geh nicht mit einem Fremden mit“, waren ständige Aussprüche von ihr. Sie war meine stärkste Bezugsperson. Von klein auf hat sie mich streng behütet, war immer um mich herum. Oft hat mir das gar nicht gefallen. Wie klein kam ich mir vor, ich durfte so gar nichts. Wenn ich mich mit meinen Freundinnen verglichen habe, war ich der Meinung, sie durften immer weitaus mehr als ich riskieren. Ja, meine Mutter , sie war eine kleine, drahtige Person, immer irgendwie unterwegs, immer munter, ja, man hatte das Gefühl, sie war niemals müde. Oder doch.“ Ja, wenn sie abends ins Bett fiel, wie sie sich immer ausdrückte, hatte sie wohl genug, wohl auch von mir. Ich war ein anstrengendes Kind, so sagte es jedenfalls meine Mutter, wenn sie sich über mich ausließ bei anderen Erwachsenen, Am besten hätte ich wohl zwei Mütter gehabt, die sich rund um die Uhr mit mir beschäftigt hätten. Ach hätte sie mir doch nur mehr zugetraut! Sie hätte mich alle Lebenserfahrungen auf meine eigene Art und Weise machen lassen sollen. Mum hatte Liebe mit Kontrolle verwechselt.
Doch im Laufe der Zeit hatte ich eine Strategie entwickelt, in dem ich heimlich alles so tat, wie ich es im Grunde genommen wollte, es aber nicht durfte. So hatte meine Mutter das Gefühl, daß sie mich unter Kontrolle hatte, obwohl es ganz und gar nicht der Fall war. Ich war sehr geschickt in der Schauspielerei, indem ich einfach Rollen spielte, die sich nach Belieben abwechselten. Doch so ist es nun mal. Kinder entwickeln im Laufe der Zeit eigene Strategien, um mit dem Leben besser klar zu kommen. Aber das ist leider auch die Vorstufe zum angepassten Verhalten, das die meisten Erwachsenen immer noch praktizieren. Das wahre Seelenpotential kommt nicht mehr voll oder gar nicht zur Entfaltung, weil nach bestimmten Regeln der Gesellschaft gelebt wird. Die eigenen ursprünglichen Lebensbedürfnisse werden abgelehnt und versteckt.   
Mein Vater war im Gegensatz zu meiner Mutter ein sehr ruhiger Mensch. Ich hatte kaum mit ihm zu tun, denn er hielt sich die meiste Zeit im Ausland auf und er kam sehr selten für längere Zeit nach Hause. So blieb er für mich ein netter Fremder. Jedes Mal, wenn er zurückkehrte, brachte er mir ein Geschenk mit. Es machte mir zwar Spaß immer wieder ein neues Mitbringsel auspacken zu dürfen und doch blieb es das einzige Zeichen seiner Liebe zu mir. Eine andere Art von Liebe habe ich niemals von ihm kennenlernen dürfen. So blieb eine unbefriedigte Sehnsucht nach mehr Liebe als ein brennendes Gefühl zurück.
Das Anfassen, das Berühren, das Fühlen ist etwas unbeschreiblich Schönes, das wir auf der Erde erleben können. Warum tun die Menschen das viel zu wenig, sich berühren, sich lieb haben, sich streicheln.Ja, welches Kind sehnt sich nicht danach, die Wärme und die Zuneigung spüren zu dürfen und warum haben Eltern so wenig Zeit für Ihre Kinder, um sie zu berühren. Materielle Geschenke können niemals die persönlichen Zärtlichkeiten ersetzen, aber es ist oft so, daß im Laufe der Zeit, wenn dieses nicht praktiziert wird, diese dann denselben Stellenwert im Leben eines Menschen einnehmen.

 

Fragen über Fragen, und wie schnell wachsen wir heran, wie schnell ist die Kinderzeit vorbei, ich kann mich erinnern. (Auszug aus einem Bericht/Reinkarnation von Renate Schmid)

Wie geht es weiter? Fortsetzung folgt!